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Tiefensee: Exzellenzinitiative breiter aufstellen

Bildung & Kultur

Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat die heute vorgelegten Vorschläge zur Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative begrüßt, sieht aber noch Diskussionsbedarf. 

„Die Vorschläge zielen aus meiner Sicht zu stark auf eine Bewahrung des Status quo“, sagte Tiefensee. Wichtig sei es, neuen Forschungsinitiativen eine Chance zu geben. „Wir brauchen eine breitere Aufstellung der künftigen Exzellenzförderung, damit wir Spitzenforschung überall dort unterstützen können, wo sie stattfindet.“ 

Die international besetzte Kommission zur Evaluation der Exzellenzinitiative (IEKE, Imboden-Kommission) hat heute ihren Bericht vorgelegt. Der Vorschlag der Imboden-Kommission sieht unter anderem die Fortführung der erfolgreichen Förderlinie „Exzellenzcluster“ vor, bei der die Bildung von Forschungsschwerpunkten langfristig vorangetrieben werden soll. Sie knüpft an den Erfolg der bisherigen Vorgehensweise an und ist nach Einschätzung von Tiefensee ein Schritt in die richtige Richtung.

Allerdings bewirke die Reduktion der geförderten Cluster, dass die Chancen der Hochschulen sinken, im Auswahlprozess berücksichtigt zu werden. „Stattdessen sollten die Zahl der Förderfälle und auch die Mittel für die Förderlinie Exzellenzcluster erhöht werden, um möglichst vielen hervorragenden Universitäten eine Chance zu geben – auch denen, die bisher nicht zum Zuge kamen“, so Tiefensee.           

Auch bei der von Imboden vorgeschlagenen zweiten Linie „Exzellenzprämie“, die an die zehn besten Universitäten vergeben werden soll, müssen die Auswahlkriterien aus Sicht des Wissenschaftsministers noch einmal kritisch geprüft werden. Der jetzige Vorschlag schaue zu sehr in die Vergangenheit und betrachte ausschließlich bisherige Forschungsleistungen. „Hier werden Institutionen bevorteilt, die bereits durch die erste Exzellenzinitiative strukturelle Vorteile haben. Echte Chancengleichheit bedeutet, dass die Forschungsleistungen auf der Basis guter Konzepte bewertet werden.“

Tiefensee forderte zudem die Einhaltung des Zeitplans. Im Sommer dieses Jahres solle eine Entscheidung zu den Details der Fortführung gefällt und eine zügigere Umsetzung bis Ende 2018 angestrebt werden.

Quelle: www.tmwwdg.de

 

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