AfA Thüringen

Designierte SPD-Spitzenkandidatin Heike Taubert lehnt eine weitere Starkstromtrasse durch Thüringen ab

Umwelt & Energie

„Keine weitere Stromtrasse durch Thüringen – das ist Beschlusslage der Landesregierung“, sagte Taubert heute in Erfurt vor dem Hintergrund von Meldungen, der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz habe nunmehr den Vorzugskorridor für eine neue Hochspannungs-Gleichstromleitung (HGÜ-Leitung) in Ostthüringen – die sog. Gleichstrompassage Süd-Ost – identifiziert. Die Netzbetreiber 50Hertz und Amprion versuchten offensichtlich, Fakten zu schaffen. „Wie Ministerpräsidentin Lieberknecht dies heute als ‚Teilerfolg‘ feiern kann, ist mir ein Rätsel.“

Noch am 12. Dezember hatte Lieberknecht per Pressemitteilung und im TLZ-Interview weitere Stromtrassen durch Thüringen strikt abgelehnt. „Ich hoffe, dass das nicht nur Lippenbekenntnisse waren“, so Taubert. Statt die Lage schön zu reden, müsse die Ministerpräsidentin jetzt alles daran setzen, eine weitere Beeinträchtigung von Mensch und Natur abzuwenden – zumal mit dem sog. C-Korridor Planungen für eine weitere Hochspannungsleitung durch (West-)Thüringen liefen. Thüringen leiste mit der im Bau befindlichen 380-kV-Trasse durch den Thüringer Wald bereits einen erheblichen Beitrag zum Ausbau der Netzinfrastruktur in Deutschland.

Hintergrund:

Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und Amprion haben am gestrigen Tage mitgeteilt, dass sie im Rahmen der laufenden Stromnetzplanung nunmehr einen Vorzugskorridor für die Hochspannungs-Gleichstromtrasse von Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt nach Meitingen in Bayern gefunden hätten. Auf dieser Grundlage solle nunmehr die Eröffnung des offiziellen Genehmigungsverfahrens beantragt werden. Verfahrensführende Behörde für den Stromnetzausbau ist die Bundesnetzagentur in Bonn.

 

Homepage SPD Thüringen

 

Meldungen der SPD Thüringen

SPD Thüringen
Im Ergebnis der Verhandlungen zwischen DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der CDU sind heute die Schritte zur Durchführung von Neuwahlen zum Thüringer Landtag und zur Lösung der Regierungskrise vereinbart worden.

Der 5. Februar 2020 markiert einen Dammbruch. CDU und FDP haben gemeinsam mit der extrem rechten AfD einen Ministerpräsidenten gewählt - allen vorherigen Versprechen zum Trotz. Auch nach Kemmerichs Zurückrudern ist klar: Die Brandmauer gegen die Faschist*innen hat einen tiefen Riss. Innerhalb von FDP und CDU gibt es die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der AfD.

Die Thüringer SPD arbeitet nicht mit CDU und FDP zusammen.

Zur Homepage der SPD Thüringen